Thursday, August 29, 2013

Einpaar Gedanken zur Situation in Syrien



Kaum ein Thema wird im Moment heißer diskutiert als ein bevorstehender militärischer Eingriff seitens der USA und wahrscheinlich auch der Briten, die sich beide im Moment darauf vorbereiten, die Rebellen mit Waffengewalt zu unterstützen. Und mit Waffen, denn die EU hat vor etwa einem Monat offen bekundet, Waffen an die Rebellen liefern zu wollen.
Grund für die sich zuspitzende Situation ist ein Giftgaseinsatz in den Vororten von Damaskus, der Assad in die Schuhe geschoben wird.
Nun meine Frage: Liebe USA, liebe Briten, welche Beweise habt ihr dafür, dass Assad diesen Angriff durchführen ließ? Also wirklich handfeste Beweise, schriftliche Anweisungen, Videos eines Raketenstarts undso.
Ich meine, in einem Land, wo täglich Soldaten, Offiziere und Generäle die Seiten wechseln ist es nicht ausgeschlossen, dass jemand, der zur Bewachung dieser Depots abgestellt wurde, überläuft und einen oder zwei Kanister mitschleppt, möglicherweise mit dem Ziel, sie dann gegen Regierungstruppen einzusetzen.
Natürlich kann nicht jeder darauf zugreifen, wenn diese Waffen tatsächlich von der Regierung eingesetzt wurden, dann musste es dafür eine Anweisung gegeben haben, undzwar von ganz weit oben. Vermutlich von Assad selbst und der ist nicht dumm. Sonst hätte er sich nämlich nicht so lange im Amt halten können und hätte keine so große Basis an Unterstützern. Wenn er doch dumm ist, hat er zumindest einige intelligente Berater, die die Entscheidungen für ihn treffen und ihn bloß als Puppe benutzen. Wie auch immer.
Der verantwortlichen Person hätte klar sein müssen, dass die internationale Staatengemeinschaft zweifellos militärisch auf einen Einsatz von chemischen Waffen reagiert und die Schuld bei Assad suchen wird und ihn somit auch als Feind sehen wird. Mit anderen Worten würde sich die Regierung somit ins eigene Fleisch schneiden, denn wenn die USA oder die Briten im Zuge ihrer Invasion Assad in die finger bekommen, ereilt ihn vermutlich dasselbe Schicksal wie Saddam Hussein oder wie Gaddaffi, falls die Rebellen ihn erwischen.
Ich als Diktator, der an der Macht bleiben will, würde doch alles unternehmen, damit sich die internationale Staatengemeinschaft gerade nicht in den Konflikt einmischt. Und Massenvernichtungswaffen einsetzen gehört garantiert nicht dazu.
Nächste Sache. Nehmen wir an, ich wäre tatsächlich ein Diktator, hätte einen Bürgerkrieg im Land und wäre verzweifelt genug, chemische Waffen einzusetzen. Wäre es dann nicht das Sinnvollste, diese Waffen gegen die Rebellen einzusetzen, die meine Macht bedrohen, um ihre Reihen zu schwächen und ihre Moral zu brechen? Rein strategisch betrachtet wäre das doch eigentlich der klügste Schachzug. Warum zum Teufel sollte Assad diese Waffen dann gegen Zivilisten einsetzen, die ihn dann (in dem Glauben, dass er dafür verantwortlich ist) nur noch mehr hassen und in noch größeren Zahlen zu den Rebellen überlaufen?

Kurzum: In dieser Geschichte ist an allen Ecken etwas faul. Meine persönliche Theorie ist, dass die Rebellen dafür verantwortlich waren und es Assad in die Schuhe geschoben haben, in dem Bestreben, die USA und ihre Alliierten nach Syrien zu locken, möglicherweise weil sie es selbst nicht gebacken bekommen, ihren Diktator zu entthronen (man möge bedenken dass das syrische Militär in der Vergangenheit mehrere erfolgreiche Offensiven gestartet hat und durch die libanesische Hisbollah neue Verbündete gewonnen hat).
Aber das ist lediglich meine Theorie. Die Wahrheit kriegt vermutlich nie jemand heraus. Trotzdem würde ich mir wünschen, dass die USA zumindest eine stichhaltige Begründung über die Grundlagen für ihren Angriff veröffentlicht. Oder dass ein zweiter Snowden auftaucht und Licht in die Dunkelheit bringt. Wo zum Teufel ist Wikileaks, wenn man sie braucht?

Tuesday, July 30, 2013

Zukunft des Wrestling

Hi Leute

Bitte missversteht den Titel dieses Blogposts nicht, denn wenn ich Wrestling meine, rede ich nicht über die WWE, das ist nämlich kein Wrestling für mich, auch wenn es sich so nennt, geschweige denn Sport. Ich spreche über das Wrestling, was man am ehesten mit dem deutschen Ringen übersetzen kann, nicht diesen amerikanischen Schaukämpfen.
Das IOC (International Olympic Comitee) erwägt nämlich seit einiger Zeit, Wrestling als Sportart bei den olympischen Spielen abzuschaffen, angeblich aufgrund von steigenden Kosten.
Als ich das gelesen habe war mein erster Gedanke "aber Fußball bleibt drin?". Ihr dürft mich gerne korrigieren, wenn ich falsch liege, aber meiner Ansicht nach kostet die Unterbringung und Verpflegung eines Teams aus 11 Leuten + vielleicht noch Reservespieler etwas mehr als die einer Gruppe aus 4-5 Ringern. Außerdem nimmt deren Austragungsort weniger Platz ein, was per Konsequenz weniger Kosten für den Bau und die Instandhaltung bedeutet, allerdings auch weniger Zuschauer beherbergen kann. Trotzdem kann ich mir vorstellen, dass die Einschaltquoten für Wrestling höher sind, schlicht und einfach weil Fußball bei den olympischen Spielen nicht repräsentativ ist. Ein Beispiel: Wer hat 2008 bei den olympischen Spielen in Peking im Fuball Gold, Silber und Bronze geholt und welchen Platz nahmen diese Länder zwei Jahre später bei der FIFA-WM in südafrika ein? Nichts Gutes. Argentininen, der olympische Sieger, ist im Viertelfinale ausgeschieden. Platz zwei und drei sind in der Vorrunde gescheitert. Was ist nun also prestigeträchtiger? Ein sieg bei den olympischen Spielen oder ein Sieg bei der WM? Wozu brauchen wir das Andere dann noch, wenn es niemanden schert? Mit dem selbnen Spielen könnten wir auch Boxen zu einer olympischen Sportart machen, oder Judo...oh!
Und wie verhält es sich beim Wrestling? Dort ist die Teilnahme an den olympischen Spielen und vielleicht ein Sieg das Höchste, was man erreichen kann. Es gibt noch nicht einmal ein anderes Turnier für diese Sportart, höchstens den ADCC, der aber weit weniger Teilnehmer aus weit weniger Teilnehmerländern hat. Die olympischen Spiele sind dort der ultimative Wettkampf, um den besten Ringer hervorzubringen. Wenn Wrestling nicht länger eine olympische Disziplin ist, würde es die Sportart beträchtlich degradieren.
Außerdem finde ich, man sollte Ringen als olympische Disziplin alleine der Tradition wegen beibehalten. Ich meine, schon bei den ursprünglichen olympischen Spielen im antiken Griechenland war es eine Disziplin, gemeinsam mit solchen Disziplinen wie Sprint, Weitwurf und ähnlichem. Warum denkt man bei keiner von ihnen daran, sie abzuschaffen? Und wenn dem IOC der Name "Wrestling" nicht gefällt, weil sie eine Verwechslung fürchten, können sie die Sportart ja umbenennen, in "Grappling" zum Beispiel, wie es viele Amerikaner inzwischen tun. Oder sie bezeichnen die WWE einfach als das, was sie wirklich ist.

Saturday, May 11, 2013

100 Things to do before I die

Ahoi Leute

Verzeiht mir bitte, dass ich mich so lange nicht mehr gemeldet habe, aber die Uni und meine neuste Geschichte haben meine ganze Zeit in Anspruch genommen. Doch in diesem Blogpost soll es nicht darum gehen. Ich habe mich dazu entschlossen, dem Beispiel unzähliger anderer Blogger zu folgen und eine Bucket-List zu veröffentlichen. Auf dieser Liste sind 100 Dinge niedergeschrieben, die ich gerne durchführen möchte, bevor ich das Zeitliche segne. Die Liste ist unsortiert und folgt keiner logischen Reihenfolge, und sie kann jederzeit Änderungen unterworfen werden. Aber hier ist der vorläufige Entwurf:

01.) ( ) Eine Bucket-List erstellen
02.) ( ) Mit einem Flugzeug fliegen
03.) ( ) Sex an einem exotischen Ort haben.
04.) ( ) Eine Trennung erleben
05.) ( ) Seinen Lieblingsmusiker treffen
06.) ( ) Eine Magier-Bühnenshow besuchen
07.) ( ) Ein Buch schreiben
08.) ( ) Eine Kampfsportveranstaltung besuchen (UFC)
09.) ( ) Ein Musikfestival besuchen
10.) ( ) Einmal auf jedem Kontinent gewesen sein. Antarktis inklusive.
11.) ( ) Einen Kenpo-Kampf durchführen
12.) ( ) Einmal bei den olympischen Spielen sein. Als Zuschauer.
13.) ( ) Einmal bei der FIFA-WM dabei sein. Als Zuschauer.
14.) ( ) Einen Cocktail selbst mischen
15.) ( ) Eine Schlägerei erleben
16.) ( ) Einen Zaubertrick lernen
17.) ( ) Einmal im Eishotel übernachten
18.) ( ) Eigenes Geld verdienen
19.) ( ) Einmal mit einer Waffe schießen
20.) ( ) Vater sein
21.) ( ) Ein Portrait von sich zeichnen lassen
22.) ( ) Eine Fremdsprache lernen. Mindestens eine.
23.) ( ) Einen Baum pflanzen
24.) ( ) Eine Flaschenpost verschicken
25.) ( ) Tanzen lernen. Ordentlich.
26.) ( ) Sich einmal hoffnungslos verlieben.
27.) ( ) Mit der transsibirischen Eisenbahn fahren.
28.) ( ) Auf der Gamescon gewesen sein
29.) ( ) Auf dem Oktoberfest gewesen sein
30.) ( ) Mentor von jemandem werden
31.) ( ) Auf der CeBit gewesen sein.
32.) ( ) In einem Wasserfall baden
33.) ( ) Cosplayen (alternativ: Sich verkleiden)
34.) ( ) Schwerelos sein
35.) ( ) Mit einem Jet durch die südafrikanischen Canyons fliegen.
36.) ( ) Unter Sternenhimmel übernachten
37.) ( ) Ein Lagerfeuer machen
38.) ( ) Sein Testament schreiben
39.) ( ) Im Weltraum gewesen sein. Falls möglich.
40.) ( ) Carneval in Rio erleben
41.) ( ) Die Moskauer Militärparade erleben
42.) ( ) Seinen Familienbaum zeichnen. Soweit möglich.
43.) ( ) Einen Marathon mitlaufen. Nicht unbedingt bis zum Ziel.
44.) ( ) Bei einer Hochzeit dabei sein. Nicht unbedingt der Eigenen.
45.) ( ) Beim La Tomatina dabei sein.
46.) ( ) In einem Iglu schlafen
47.) ( ) Das Polarlicht sehen
48.) ( ) Bei der Inuit-Olympiade dabei sein. Als Zuschauer.
49.) ( ) Hundeschlitten fahren.
50.) ( ) Area 51 sehen. Also von außen. Nur bis zum Schild.
51.) ( ) Eine Safari mitmachen
52.) ( ) Auf der großen chinesischen Mauer spazieren gehen
53.) ( ) Bier in Dublin trinken
54.) ( ) Paintball spielen
55.) ( ) Ski fahren
56.) ( ) Snowboard fahren
57.) ( ) Neujahr in New York verbringen
58.) ( ) Neujahr in Tokyo verbringen
59.) ( ) In einem isländischen Geysir baden gehen
60.) ( ) Einen Vulkanausbruch sehen
61.) ( ) Die Pyramiden von Giza sehen
62.) ( ) Das Kolosseum sehen
63.) ( ) Das Taj Mahal sehen
64.) ( ) Die Freiheitsstatue sehen
65.) ( ) Über dem olympischen Feuer grillen
66.) ( ) In dem Restaurant an der Spitze des Eiffelturms speisen
67.) ( ) Die Golden Gate Bridge sehen
68.) ( ) O Christo Redentor sehen
69.) ( ) Das Operagebäude von Sydney sehen
70.) ( ) Die Osterinseln besuchen
71.) ( ) Mamaev Kurgan sehen
72.) ( ) Eine Frau küssen
73.) ( ) Die Mona Lisa sehen
74.) ( ) Ein Broadway-Musical sehen
75.) ( ) In einem Kapsel-Hotel schlafen
76.) ( ) Blut spenden
77.) ( ) Mardi Gras in New Orleans erleben
78.) ( ) Stonehenge sehen
79.) ( ) Mit dem London Eye fahren
80.) ( ) Einen Rodeo-Bullen reiten
81.) ( ) Den Amazonas sehen/ entlang fahren
82.) ( ) Gebärdensprache lernen
83.) ( ) in Jerusalem gewesen sein
84.) ( ) in Istanbul gewesen sein
85.) ( ) in Moskau gewesen sein. Kindheit zählt nicht.
86.) ( ) in Paris gewesen sein
87.) ( ) in London gewesen sein
88.) ( ) in New York gewesen sein
89.) ( ) in Los Angeles gewesen sein
90.) ( ) in Bangkok gewesen sein
91.) ( ) in Peking gewesen sein
92.) ( ) in Berlin gewesen sein
93.) ( ) auf Hawaii gewesen sein
94.) ( ) Schach spielen lernen
95.) ( ) Bridge spielen lernen
96.) ( ) Tarot legen lernen
97.) ( ) 24 Stunden ohne Schlaf überstehen.
98.) ( ) Jemandem eine Freude bereiten. Mindestens ein Mal.
99.) ( ) Etwas selbst kochen. Ordentlich.
100.) ( ) Sterben


 Viel Spaß beim Erstellen einer eigenen Liste oder beim Abarbeiten von meiner (was mich sehr ehren würde)

euer Dennis

Friday, March 8, 2013

Frauentag

Hi Leute

Heute ist der achte März 2013. Dieser Tag wurde in der Zeit um den ersten Weltkrieg herum als internationaler Frauentag deklariert, damals noch, um für Gleichberechtigung und Wahlrecht zu kämpfen. Heutzutage sind diese beiden Dinge selbstverständlich für Frauen (zum Glück). Warum wird dieser Tag dann noch gefeiert und in einigen Ländern, vor allen Dingen der ehemaligen Sowjetunion, als fast schon etwas Heiliges angesehen? Nicht, weil es Frauen in diesen Ländern so schlecht geht und sie auf ihre Situation aufmerksam machen wollen. Der Tag wurde mehrheitlich von Männern gefeiert. Auch nicht, weil Sozialisten und Kommunisten maßgeblich an seiner Entwicklung beteiligt waren. Meiner Meinung nach hat sich die Bedeutung dieses Fests verändert. Es ist nicht mehr ein Fingerzeig auf ein Gleichstellungsproblem. Mit diesem Tag zeigen sich Männer heute dankbar dafür, dass es euch gibt, liebe Frauen. So einfach ist es.

Saturday, January 12, 2013

Strikeforce

Ahoi Leute

Mir geht es gut, ich bin ohne Schwierigkeiten ins neue Jahr gerutscht und befinde mich nun in der Prüfungsvorbereitung.

Heute möchte ich euch etwas über Sport erzählen, genauer gesagt über eine Sportart, die mich besonders fasziniert. MMA, abgekürzt für Mixed Martial Arts. Eine Kampfsportart, die, wie der Name schon andeutet, verschiedene Stile miteinander vereint. Es gibt verschiedene Veranstalter für solche MMA-Kämpfe. Die vier bekanntesten sind die „Ultimate Fighting Championship“, „Bellator“ und „Strikeforce“, sowie „Pride“, das allerdings inzwischen aufgelöst wurde. Nun steht auch Strikeforce vor dem Aus, heute Abend findet ihr letztes Event statt. Über die Gründe wurden vielfältige Spekulationen angestellt. Dieser Blogpost soll kein weitere Vermutung sein, sondern eine Verteidigung, denn eine These für den Untergang von Strikeforce erscheint mir sehr unrealistisch. Mehrere seriöse MMA-Magazine machen Fedor Emelianenko, einen ehemaligen Kämpfer, für den Fall der Organisation mit verantwortlich. Sie führen an, dass er zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung als der beste Kämpfer der Welt betrachtet wurde und dann von den vier Kämpfen, die er bei Strikeforce absolviert hat, drei verloren hat. Dadurch hat er das Vertrauen der Fans verloren und somit auch die Zuschauerzahlen der Organisation.

Meine Reaktion darauf besteht in einer Gegenfrage. Na und? Jeder kann bei einem Kampf vom Gegner überrascht werden und dann verlieren. Auch drei Mal in Folge. Hauptsache, der Kämpfer rappelt sich danach wieder auf und setzt seine Siegessträhne fort, so wie Fedor es getan hat. Aber warum setzen die Organisation so viele Hoffnungen auf ihn? Warum wirbt man nicht für andere, ebenfalls vielversprechende Athleten? M1, die Organisation, die Emelianenko nach seinem Rauswurf bei Strikeforce unter Vertrag nahm, machte es genau richtig und setzte ihren Fokus auf junge Talente, Fedor wurde dort als ein Kämpfer von vielen gewertet. Auch UFC oder Bellator betreiben keinen Personenkult. Pride hat dies auch nicht getan, ist allerdings trotzdem pleite gegangen. Somit wäre der Beweis erbracht, dass auch ein Veranstalter, der sich gut um alle seine Kämpfer kümmert, nicht vor dem Untergang gefeit ist.

Man konnte sich schon denken, dass es Strikeforce nicht allzu gut ging, als es sich von einem anderen Veranstalter aufkaufen ließ. Als dann auch noch mehrere Events hintereinander ausfielen wurde klar, dass es bald zuende gehen musste.

Ich persönlich vermute, dass, egal wie schlecht es Strikeforce vorher ging, die UFC, die es aufgekauft hat, hat ihm den Todesstoß gegeben, vor allem indem sie es seines Exklusivvertrags mit dem Fernsehsender „Fox“ beraubt hat. Und selbst wenn Fedor dazu beigetragen hat, dass das Unternehmen durch sinkende Zuschauerzahlen langsam den Bach herunter ging, so ist dies nicht seine Schuld, sondern die Schuld der Leute, die alle ihre Hoffnungen in ihn gesetzt haben. Oder ist das Pferd daran schuld, dass Leute ihr ganzes Vermögen darauf setzen?

Friday, December 28, 2012

Jahresrückblick




Was ist dieses Jahr eigentlich passiert? Die erste Antwort, die mir darauf in den Sinn kommt, wäre „viel“. Das beschreibt es vermutlich am Treffendsten. Ich habe neue Menschen kennen gelernt, andere aus meinem Leben verbannt, alte Freundschaften gepflegt, neue geknüpft und gestärkt, ich habe eine Beziehung angefangen und beendet. Und ich habe sehr viel gelernt. Das hört sich jetzt vermutlich sehr chaotisch an, deshalb habe ich versucht, es für euch zu systhematisieren.

Das Wichtigste zuerst: Ich studiere immer noch, allen Widrigkeiten zum Trotz. Das ist die Hauptsache, finde ich. Neben körperlicher Unversehrtheit, Gesundheit und klarem Verstand natürlich. Auch wenn „körperliche Unversehrtheit“ nicht mehr ganz zutrifft, ich laufe mit einer Narbe im Gesicht herum seit ich im Sommer in eine Schlägerei verwickelt wurde.

Das Schönste, was mir dieses Jahr passiert ist…weiß ich nicht. Ich habe mich dieses Jahr eher an verschiedenen kleinen Dingen erfreut, als an einem großen Ereignis.

Das Traurigste war wohl die Trennung von meiner damaligen Freundin. Darauf möchte ich nicht näher eingehen, das war eine Sache zwischen uns beiden. Sagen wir einfach, dass diese Trennung recht unerwartet kam und nicht ganz sauber ablief.

Genug von mir. Meine Familie hat Zuwachs bekommen, aber gleichzeitig auch nicht. Denn die Frau, die ich seit Anfang diesen Jahres „Schwesterherz“ nenne, ist nicht mit mir verwandt.
Vor zwei Jahren, als ich mich zum ersten Mal mit ihr unterhalten habe, ging es nur darum, dass sie mein Manuskript liest, und ich im Gegenzug ihres. Nach und nach hat sich dann aus dieser "Arbeitsbeziehung" eine tiefe Freundschaft entwickelt und auch wenn wir uns ab und an streiten oder streitähnliche Diskussionen führen, sind wir am Ende für einander da und stehen uns in schweren Zeiten bei. Wie Geschwister halt.

A propos Entwicklung von Freundschaft: Ich habe in diesem Jahr zu spüren bekommen, wie mächtig das Internet eigentlich ist, wenn es darum geht, Kontakte zu knüpfen. Ich habe mehrmals Menschen besucht, die ich vorher noch nie gesehen habe, und von denen ich bisher nur Anzeigebilder und Nicknames kannte. Eben weil wir uns nur online unterhalten haben.

Und wenn wir schon vom Internet sprechen: yatu lebt! Das Sci-Fi-Schreibprojekt, an dem ich beteiligt bin, und das auf einem Blog im Internet abrufbar ist, hat sich von einer Phase der Inaktivität erholt und wir haben gegen Ende des Jahres wieder regulären Betrieb aufnehmen können. Wir haben sogar ein neues Mitglied im Projekt begrüßen können, womit wir wieder zu dritt sind.

Aber yatu ist nicht das Einzige, was ich geschrieben habe. Insgesamt sind dieses Jahr vier Werke entstanden. Ein kurzer Liebesthriller namens „Das Archiv“, „Initiation“, die Vorgeschichte von einem yatu-Charakter, „Vagabund“, die Geschichte von einem Mann, der sich selbst zu finden versucht sowie mein noch unfertiges NaNo-Werk. Ja, ich habe auch dieses Jahr wieder am National Novel Writing Month teilgenommen. Am Sommerableger, dem campnano, habe ich mich auch versucht, bin jedoch nicht weit gekommen.

Zu meiner Schande habe ich nicht allzu viel in diesem Jahr gelesen, aber ich würde „Wenn es regnet“ von Sarah M. Kempen als mein persönliches Buch des Jahres bezeichnen. Sucht nicht danach in Buchhandlungen, diese Frau ist noch unveröffentlicht, ich habe lediglich das Manuskript gelesen. Trotzdem finde ich das Buch besser, als so manche Papierverschwendung, die in einigen Buchhandlungen zum Verkauf bereit steht.

Einen Film des Jahres habe ich dieses Jahr nicht gehabt, auch wenn ich einige gesehen und manche sogar rezensiert habe.

Ich habe allerdings nicht nur neue Bücher gelesen und neue Filme gesehen, sondern auch neue Musik gehört. Meine wichtigste musikalische Neuentdeckung dieses Jahr war zweifellos die russische Metal-Band „HMKids“, die Lieder zum Warhammer 40k Universum produzieren. Und sie machen ihre Arbeit wirklich gut. "Prospero", eins ihrer Lieder, welches sich mit dem Schicksal der "Thousand Sons" beschäftigt (ich berichtete), erzählt deren Geschichte zum Beispiel viel besser, als das gleichnamige Buch von Graham McNeill. Und vor allem kürzer.

Pläne für 2013? Vor allem versuchen, das Studium abzuschließen und weiter am yatu-Projekt zu arbeiten. Der Rest wird sich dann im nächsten Jahr zeigen.


Friday, November 2, 2012

Roh und unzensiert

Ahoi, Leute!

Viele haben sich vermutlich gefragt, was ich in letzter Zeit so treibe. Die Antwort ist einfach: Studium, yatu und zwei Filmreviews, nach Zeitaufwand sortiert. Naja, nicht ganz. Gestern hat der National Novel Writing Month angefangen. Dort geht es daruim, innerhalb eines ganzen Monats (01.-30.11) einen Roman zu schreiben, der 50000 Wörter oder mehr umfasst.

Ich habe diesbezüglich zwei Dinge für euch.

1.) Einen von mir geschriebenen Pep-Talk, also eine Art Motivationsschreiben, was euch zum weitermachen motivieren soll. Hier ist das gute Stück:

 Ich will euch eine Geschichte erzählen. Es gab da einen jungen Mann,
sein Name war Wrimo. Und jedes Jahr pünktlich am ersten November,
machte er sich auf, um in ein fernes Land zu reisen. Ein Land, was
niemand zuvor betreten hatte. Wrimo wollte dieses Land erkunden, es
beschreiben und kartographieren. Einige Dinge, die er bereits wusste,
hatte er in einem kleinen Notizbüchlein gesammelt, etwa die
voraussichtlichen Meilensteine seiner Etappe, Informationen über
Weggabelungen und Kurven, außerdem eine Liste von Personen, denen er
begegnen wollte. Manchen wollte er helfen, andere wollte er töten.
Dies war unvermeidlich, damit er seine Reise fortsetzen konnte. Als er
das Land betrat, nickte er zufrieden. Es sah alles genau so aus, wie
er erwartet hatte. Er beschrieb, beobachtete und legte dann eine Rast
ein, kaum hatte er das Ziel erreicht, das er sich für den ersten Tag
gesetzt hatte. Am zweiten Tag bemerkte er, dass er beschattet wurde.
Er zückte seinen Kugelschreiber, das Einzige, was ihm als Waffe dienen
konnte, und drehte sich um.
„Warum folgst du mir, Fremder?“, wollte er wissen, während er den Baum
beäugte, hinter dem er die Person vermutete. Ein verhaltenes Lachen
antwortete ihm, und im nächsten Moment trat eine Frau aus dem
Versteck. Sie trug einen Umhang aus einer undefinierbaren,
schillernden Farbe, die ständig wechselte, die Spitzen, welche im Wind
wehten, schienen mit der Umgebung zu verschmelzen. Sie hatte eine
Kapuze aufgesetzt, so tief, dass man nur Dunkelheit anstelle eines
Gesichts sah.
„Ich passe auf dich auf“, entgegnete die Frau. Wrimo runzelte die
Stirn. Er brauchte keinen Beschützer, dieses Land barg keine Gefahren
für ihn. Zumindest das wusste er sicher.
„Indem du mich verfolgst?“, wollte er wissen. Sie nickte.
„Das habe ich schon immer. Du hättest mich vermutlich überhaupt nicht
bemerkt, wenn ich mich nicht entschlossen hätte, mich dir zu
offenbaren.“
„Warum das?“, fragte Wrimo. Er glaubte der Frau kein Wort.
„Um dich zu warnen. Die Reise ist nicht so berechenbar, wie du es dir
vorstellst. Du wirst bald feststellen, dass der Weg, den du gehst,
uneben ist, und voller Fallen. Schilder mit verlockenden Angeboten
werden dich fehlleiten, und ich fürchte, es wird dir erst auffallen,
wenn du schon ein ganzes Stück gewandert bist, und nicht mehr zurück
kannst. Denn wenn du zurückkehrst und einen anderen Weg gehst, wirst
du nicht mehr rechtzeitig zum Ziel kommen. Außerdem werden Probleme,
die den Menschen hier auferlegt wurden, schneller gelöst, als du es
aufschreiben kannst, oder sie erwachsen zu monumentalen Hindernissen,
an denen die Helden zerbrechen. Deine Karte vom Weg ist auch
unzuverlässig. Manche Abschnitte sind kürzer, als du dir das
vorstellst, somit kann es sein, dass du dein Tagesziel nicht
erreichst.“
Das waren keine rosigen Aussichten für Wrimo. Wollte diese Frau ihn
von seinem weiteren Weg abbringen?
„Warum sagst du mir das alles?“
„Weil ich möchte, dass du dir darüber im Klaren bist, dass dieser Weg
nicht leicht ist. Doch du kannst es mit meiner Hilfe schaffen. Wann
auch immer du dich mit einem Problem auf deiner Reise konfrontiert
siehst, sei zuversichtlich, dass du es lösen kannst. Du bist der Herr
dieser Welt. Es gibt immer einen Ausweg, solange du gewillt bist, ihn
zu suchen. Oder einen Weg, der um das Hindernis herum führt. Und wenn
du dein Tagesziel einmal nicht erreichst, dann wanderst du am nächsten
Tag halt schneller. Wenn du alleine nicht weiter kommst, werde ich
eingreifen und dir Lösungen aufzeigen, doch du wirst mein Eingreifen
nicht bemerken“, erklärte sie, dann machte sie einen Schritt zurück.
„Ich muss jetzt gehen. Aber schau mal hoch“, fügte sie hinzu. Wrimo
warf einen Blick auf den Himmel, und bemerkte, dass etwas seine Sicht
trübte. Er griff nach dem Hinderniss, zog es vor seinen Körper und
betrachtete es kurz. Dann lächelte er, und lies den Gegenstand los,
woraufhin er wieder an seinen ursprünglichen Platz über Wrimos Schädel
zurück kehrte.
„Ich weiß zwar schon genug, aber eine Frage habe ich noch. Was macht
diese Glühbirne über deinem Kopf?“, wollte er wissen.
„Sie leuchtet, wenn es dunkel wird, und liefert dir Ideen“, sagte die
Frau, und begann, sich langsam in Luft aufzulösen.
„Verrat mir zum Abschied doch deinen Namen“, bat Wrimo.
Der Kopf, der inzwischen als einziger übrig geblieben war, nickte.
„Ich habe viele Namen. Aber die meisten nennen mich...“, sie legte
eine kurze Pause ein, „...Inspiration.“
Dann verschwand sie vollständig.

Ich habe euch diese Geschichte nun erzählt, wie sie mir überliefert
wurde, so dass auch ihr sie weiterverbreiten könnt. Und seit gewiss,
die Inspiration wacht über uns alle, und im richtigen Augenblick wird
sie uns Ideen schicken.


2.) Das erste Kapitel des NaNo-Romans. Es ist zwar fertig geschrieben, aber noch völlig roh, nicht überarbeitet und unzensiert. Genießt es trotzdem. Versucht es zumindest:



Kapitel 1 Unter Brüdern

Wasser. Wasser, soweit das Auge reicht. Es glänzt unter mir im Licht der Sonne, als würde das Meer aus Glühwürmchen bestehen. So etwas habe ich noch nie gesehen. Es ist so schön, und doch unbehaglich. Ich bin es gewöhnt, festen Boden unter meinen Füßen zu haben. Im Moment ist es nur die fragile Hülle eines Transporters. Vielleicht mögen wir von der Ymir deshalb auch keine Fluggeräte: Wir wollen einfach nicht fallen. Zumindest nicht tief. Außerdem ist man in der Luft eventuellen Feinden schutzlos ausgeliefert. Am Boden kann man sich zum Beispiel aus dem Wrack eines Fahrzeugs befreien, wenn man angegriffen wurde. Wenn man einen Angriff in der Luft überlebt, wird man von der Schwerkraft erledigt.
„Alpha?“, kommt eine Stimme aus dem Cockpit. Ich stehe auf und bewege mich zum Piloten.
„Ja, Olaf?“, entgegne ich und lege dem Piloten meine Hand auf die Schulter.
„Wir wurden gerade von der Leviathan angefunkt. Sie verlangen eine Identifikation“, erklärt er und löst einen kleinen, schwarzen Gegenstand vom Armaturenbrett.
„Mein Name ist Björn, ich bin Gesandter des Carriers Ymir: Wir erbitten Landefreigabe.“
Ein kurzes Schweigen an der anderen Leitung, dann die Antwort.
„Erteilt. Station 26, auf dem Oberdeck.“
„Verstanden“, antworte ich. Irgendwie fühle ich mich wohler, wenn ich stehe. Vielleicht, weil man im Stehen besser reagieren kann. Auch wenn es im Flugzeug keinen Unterschied ist. Ich bemerke, wie ich die ganze Zeit mit meinen Fingerspitzen gegen die Rücklehne des Pilotensitzes geklopft habe. Warum bin ich bloß so nervös? Liegt es am Fliegen? Es ist nicht mein erstes Mal. Möglicherweise liegt es am Bestimmungsort. Die Ymir war noch nie gut auf diese ominöse Carrier-Bruderschaft zu sprechen gewesen. Sie denken, sie sind die mächtigsten, nur weil sie eine Söldnerarmee hinter sich haben. Aber zu wenige Ressourcen, um sie aufrecht zu erhalten, weshalb sie sich die Rohstoffe einfach von Anderen nehmen. Nomaden zum Beispiel. Eine merkwürdige Logik. Sie leben im Wohlstand, aber nur auf Kosten Anderer. Überfälle auf unsere Minen, vermutlich durchgeführt von Söldnern unter der Federführung der Bruderschaft, waren schließlich auch der Grund für den Bau des Stählernen Walls. Und wegen ihm sind wir hier, nehme ich an. Meine Hand greift zur Klinge, die an meinem Gürtel befestigt ist. Wir werden uns nicht rechtfertigen. Vor niemandem! Am Horizont wird langsam eine Insel erkennbar. Oder zumindest etwas, was einer Insel ähnelt, denn das Gebilde, was da auf dem Wasser schwebt, ist von der Form her viel zu regelmäßig, um natürlichen Ursprungs zu sein. Tatsächlich. Als wir näher kommen, bemerke ich, dass die Insel aus Metall ist. Ein Wall umgibt sie von allen vier Seiten, wahrscheinlich ein Schutz gegen die Wellen. Ich blicke auf Hangars, Rollfelder und Kontrolltürme. Außerdem sehe ich Reihen von Runden Abdeckungen, die die selbe Farbe haben, wie der Rest der Oberfläche. Raketenbatterien. Wozu macht man sich die Mühe, sie zu verstecken? Wäre es nicht wesentlich effektiver, alle Waffen offen zur Schau zu stellen, um den Gegner einzuschüchtern? Der Platz, der uns zugeteilt wurde, befindet sich am äußersten Ende der Ansammlung leuchtender Kreise. Das muss der Bereich des Carriers sein, der für Senkrechtstarter reserviert ist. Einige Leute haben sich versammelt. Anscheinend ist dies eine Art Ehrengarde. Ich greife an meinen Gürtel und hole eine weiße Schiene mit zwei Zacken hervor, dann schiebe ich sie mir in den Mund. Dieses Ding ist das Erkennungsmerkmal unseres Clans. Wenn ich jetzt den Mund öffne, sieht man nur zwei lange, weiße Zähne. Mit der richtigen Grimasse kann dies ziemlich einschüchternd sein. Außerdem ist es ein Mundschutz. Jeder Ymirit hat so einen und setzt ihn immer auf, wenn er in den Kampf zieht.
Ich werfe einen letzten Blick auf die Wellen vor mir, dann drehe ich dem Cockpit den Rücken zu und warte darauf, dass sich die Heckklappe öffnet. Wie von allein gleitet meine Hand wieder zu meiner Klinge. Ich hatte recht. Die Leute von der Leviathan haben tatsächlich ein Begrüßungskommitee zusammen getrommelt. Zehn Soldaten, alle in einer Schwarzen Uniform, die von grauen Linien durchzogen wird. Sie stehen in zwei Reihen, das Gesicht zum Flieger gerichtet. Am anderen Ende dieser menschlichen Gasse steht ein Mann und stützt sich auf seinen Krückstock. Als ich den Transporter verlasse, bemerke ich, dass sich in einigem Abstand Schaulustige versammelt haben. Kein Wunder, Menschen von der Ymir sind hier selten, und erst recht keine so gut aussehenden. Als ich die ersten Soldaten passiere, bemerke ich, dass sie sich umdrehen, und in die entgegengesetzte Richtung schauen. Als würden sie mich beobachten.
Es dauert nicht lange, bis ich den alten Mann erreiche, der anscheinend den Trupp anführt.
„Wir hatten Kommandant Leif persönlich erwartet“, sagt er mit heiserer Stimme. Was ist das für eine Begrüßung?
„Stattdessen habt ihr mich. Was macht es für einen Unterschied?“, will ich wissen, während ich die Arme verschränke und mich demonstrativ vor ihm aufbaue.
„Spar dir die Drohgebärden für später auf“, sagt der Kerl, dann dreht er sich um und geht.
Ich folge ihm in einigem Abstand, meine Hand ruht stets an meiner Klinge. Ich bin auf feindlichem Gebiet, also werde ich mich nicht benehmen, wie ein Freund. Man führt mich quer über die Landebahn. Auf einmal öffnet sich direkt vor unserer Nase ein Spalt im Boden, zwei Platten, identisch gefärbt, wie die Landebahn, schieben sich zur Seite und geben den Blick auf eine Treppe frei, die nach unten führt. Warum zum Teufel müssen diese Leute immer alles verbergen? Bei uns gibt es ein Sprichwort diesbezüglich: „Der Carrier ist der Spiegel zur Seele“. Unserer ist groß, stark und stellt alles zur Schau, was er besitzt. Dieser hier ist unförmig und verbirgt alles, was man nur verbergen kann. Niederträchtig. Unten stehen weitere Soldaten, alle ähnlich angezogen, wie das Empfangskommitee, obwohl ich mir ziemlich sicher bin, dass sie nicht ihre Standartuniform tragen.
Man führt mich in einen Konferenzraum. Gegenüber der Tür befindet sich eine holographische Projektion einer Unterwasserlandschaft. Davor stehen einige Tische, die in einem Halbkreis aufgestellt sind. Die zwei Enden zeigen in meine Richtung. Außer mir befinden sich nur drei weitere Personen im Raum. Eine Frau mittleren Alters mit lila Haaren und einem schwarzen Mantel, der einen überdimensionierten Kragen hat, sowie einen bärtigen, groß gewachsenen Mann.
„Wo sind die Abgesandten der Titanen?“, frage ich. Der alte Mann zuckt mit den Schultern.
„Was macht das für einen Unterschied, ob du uns Rede und Antwort stehst, oder denen?“, fragt er.
Rede und Antwort stehen? Ich stehe niemandem Rede und Antwort.
„Erlaube mir, mich vorzustellen. Mein Name ist Hiob, ich bin Kommandant des Carriers Behemoth, dies ist Viola von der Nephilim und zu meiner Rechten befindet sich unser Gastgeber, Jonathan, Kommandant der Leviathan.“
Ich nicke kurz. Mich interessiert nicht, wer mir gegenüber steht, mich interessiert, was diese Leute wollen.
„Warum bin ich hier?“
„Damit wir gewisse...Maßnahmen deines Carriers begreifen“, erklärt Hiob.
„So, so. Welche wären das?“
Hiob lehnt sich zurück und formt mit seinen knöchrigen Fingern eine Pyramide.
„Letzte Woche ist einer unserer Konvois einem...wie nennen sie es...ach ja, Wolfsrudel ihres Carriers zum Opfer gefallen.“
Ich schüttle den Kopf.
„Das waren Späher!“, entgegne ich . Hiob kneift seine Augen zusammen.
„Späher, getarnt als Schwerlasttransporter?“
„Im Laderaum kann man hervorragend Sensoren unterbringen!“, unterbreche ich ihn.
„Aber dafür ist man jeglichem Angriff schutzlos ausgeliefert.“
„Nicht, wenn man über genügend Luftunterstützung verfügt. Oder gehörten die zwei Jäger, die wir vom Himmel geholt haben, etwa nicht ihnen?“, entgegne ich.
„Sie gehörten einer Söldnergruppe an, die in der Vergangenheit mit uns zusammengearbeitet hat. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Behemoth die Ausrüstung für unsere...Hilfstruppen stellt“, sagt Viola in einem beeindruckend ruhigem Ton. Ja. Diese Tatsache ist mir bekannt.
„Greifen diese Söldner deshalb nur Minen an, die uns gehörten?“
Viola schüttelt den Kopf. „Deshalb wurden sie entlassen.“
„Ich glaube ihnen nicht!“
Hiob zuckt mit den Schultern.
„Das steht dir frei. Wir, und damit meine ich die gesamte Bruderschaft, sind sehr besorgt über die Politik ihrer Führung. Durch Angriffe auf zivile Fahrzeuge und militärische Ziele der Bruderschaft machen sie sich nicht beliebt.“
„Das gilt auch für ihre Spionageaktionen.“
„Was hätten wir auskundschaften sollen, an einem Ort mitten im vereisten Niemandsland?“
Ich öffne meinen Mund zum Sprechen, doch dann halte ich inne. In dem Gebiet, wo wir den vermeintlichen Transporter gefunden haben, befindet sich eins unserer geheimen Projekte. Eigentlich hätte niemand davon erfahren sollen, was sich dort befindet. Deshalb haben wir nicht gezögert, sondern den Schwerlasttransporter, der sich angeblich bloß verfahren hat, ohne zu Zögern zerstört. Ebenso die beiden Jäger, die wahrscheinlich geschickt wurden, um nach dem Späher zu sehen. Jetzt darf ich bloß nicht die Information preisgeben, die sie erbeuten wollten. Ich bemerke, dass Hiob mich gespannt anschaut. Er wartet nur darauf, dass ich mich verplappere. Aber das wird nicht passieren, dafür beherrsche ich mich zu gut.
Plötzlich klappt sich der Tisch vor Jonathan auf und ein Monitor kommt zum Vorschein. Wie viel wollen diese Leute noch verstecken? Der Kommandant des Carriers wirft einen kurzen Blick auf die Anzeige, dann runzelt er die Stirn.
„Sagen sie...“, er hält inne, weil er meinen Namen nicht kennt.
„Björn. Oder ehrenwerter Alpha, wenn sie mich beim Rang nennen wollen“, erwidere ich und strecke die Arme etwas vom Körper, wodurch ich muskulöser wirke, als ich eigentlich bin.
Jonathan lässt sich nichts anmerken.
„Warum haben sie uns nicht darüber informiert, dass weitere Ymiriten ihnen folgen?“
„Was?“
„Drei Transporter sind soeben auf unserem Radar erschienen. Sie haben Landefreigabe erbeten und drei gültige Kennungen übermittelt. Wie wollen wir verfahren, Alpha?“
Mir entgeht der leicht amüsierte Tonfall nicht, mit dem er das Wort „Alpha“ ausspricht. Das wird er noch bereuen, nachdem ich herausgefunden habe, was die Verstärkung von der Ymir hier will. Zweifelt Leif an meinen Fähigkeiten? Warum setzt er sich dann nicht mit mir in Verbindung? Und warum schickt er gleich drei Transporter?
„Möglicherweise sind dies Händler“, wirft Viola ein. Jonathan schüttelt den Kopf.
„Wir erwarten keine Händler von der Ymir
„Lassen wir sie landen“, sagt Hiob. Jonathan nickt.
„Wie ihr wünscht.“
„Kommandant Hiob. Wir wissen nicht, was sich an Bord dieser Transporter befindet“, sagt Viola.
Er nickt. „Das ist wahr. Aber wir haben keinen Grund zu der Annahme, dass sich darin etwas befindet, was uns gefährlich werden könnte. Oder?“, sagt er und dreht sich zu mir. Ich schüttle den Kopf. Jonathan steht auf.
„Würden sie mich begleiten, Björn? Ich bin sicher, die Mitglieder des Rudels werden hoch erfreut sein, zu sehen, dass ihr Alphatier am Leben ist.“
Ich balle meine Faust und beobachte aus dem Augenwinkel, wie eine der Wachen, die bisher unauffällig an der Tür gelehnt haben, ihr Gewehr etwas fester umklammert. Der Mann hat Angst. Das sollte er auch. Wir von der Ymir sind berüchtigt für unsere Wildheit und unseren Kampfgeist. Das kann er nicht ausgleichen, auch nicht durch bessere Bewaffnung. Denn was nützt eine Waffe, wenn man nicht bereit ist, sie zu benutzen? Ich werfe ihm einen grimmigen Blick zu und beobachte amüsiert, dass er seine Finger noch fester an die Waffe klammert (klingt scheiße, ändern).
Ich folge Jonathan aus dem Raum, im Vorbeigehen fletsche ich meine künstlichen Zähne dem verängstigten Soldaten entgegen.
Wir gehen den selben Weg, den wir gekommen sind, dann hinauf zur Treppe. Die Transporter sind bereits in Sichtweite, man hört das Tösen ihrer Triebwerke. Ich bemerke, dass inzwischen mehr Soldaten an Deck gekommen sind, sie haben schwarze Uniformen an, die in regelmäßigen Abständen von blauen Linien durchzogen werden. Also ist dies die wahre Uniform.
Einer der Transporter beginnt den Landeanflug. Er sieht aus, wie ein Keil, an dem in regelmäßigen Abständen Triebwerke befestigt sind. Diese Fluggeräte sind auf größere Lasten ausgelegt, als der Flieger, der mich hierher gebracht hat. Langsam öffnet sich die Frachtluke, und ein Jeep fährt heraus. Das sind Fahrzeuge des Wolf-Typs, aber irgendwie sehen sie nicht so aus wie diejenigen, die von der Ymir verwendet werden. Kaum hat das Fahrzeug den Transporter verlassen, folgt ein zweites, dann ein drittes. Auch die zwei anderen Fluggeräte haben die selbe Fracht.
„Was geht hier vor?“, will Jonathan wissen, doch ich habe keine Zeit zum Antworten, denn im nächsten Moment eröffnet einer der Jeeps das Feuer. Sofort gehen einige Soldaten von der Leviathan zu Boden. Ich ziehe meine Klinge, doch bevor ich mich versehe, spüre ich Jonathans Waffe an der Schläfe. Gleichzeitig hebt er seinen anderen Arm. Ein Gerät wird an einem Unterarm sichtbar. „Fracht hoch“, sagt er. Im nächsten Moment rast einer der Jeeps direkt auf uns zu, an seiner Stoßstange ist eine Schaufel angebracht, die mit Stacheln verziert ist. Jonathan richtet seine Waffe auf den Wolf. Ich bemerke erstaunt, dass es eine Armbrust ist, das Erkennungszeichen aller Soldaten der Behemoth. Anscheinend auch der Leviathan. Ein kurzes Zischen ertönt. Ich sehe das Projektil nicht, aber die Explosion, die das Fahrzeug in einen Feuerball hüllt, überzeugt mich davon, dass er getroffen hat. Sekundenbruchteile später fliegt die brennende Karosserie über unseren Köpfen hinweg. Aus dem Augenwinkel erhasche ich eine Bewegung. (Hier muss noch was hin!) Ein kurzer Blick zu Jonathan. Er hat sich umgedreht und blickt auf das brennende Wrack. Sofort nutze ich meine Chance und springe zur Seite, gerade als sich etwas aus dem Boden erhebt. Augenblicke später bin ich im Liegen auf der Höhe von Jonathans Kopf. Hier oben wird er nicht nach mir suchen, das heißt, ich bin sicher. Schade, dass ich keine Gewehre oder Ähnliches dabei habe. Mein Blick gleitet zu Jonathans Armbrust. Eine wunderbare Waffe. So klein und unscheinbar, aber doch so mächtig, was vor allen Dingen an den vielfältigen Modifikationsmöglichkeiten für die Geschosse liegt. Eben hat Jonathan zum Beispiel ein Hochexplosivgeschoss verwendet. Derweil sind entlang des gesamten Decks Container aus dem Boden gewachsen. Ein genialer taktischer Zug, es erschwert das Manövrieren, verlangsamt somit die Wölfe, die sonst vor allem durch ihre Schnelligkeit punkten, außerdem bietet es zusätzliche Deckung. Für Infanterie, aber auch für mich. Irgendwo weiter hinten sticht plötzlich eine Flamme in den Himmel, mehrere Sekunden später erhebt sich ein weiterer Container an derselben Stelle. Anscheinend war der Wolf zu schnell unterwegs. Plötzlich höre ich unter mir Schritte. Zwei Soldaten lehnen sich an meinen Container. Sofort zücke ich meine Klinge. Wenn ich da jetzt herunter springe, habe ich die Beiden erledigt, ehe sie mich überhaupt bemerken. Auf einmal kommt ein Wolf mit quietschenden Reifen zum Stehen. Ich sehe das sadistische Grinsen des Schützen, als er seine Waffe auf die beiden Soldaten richtet. Ein Grinsen gleitet über meine Lippen. Das ist die Blutrache für die zerstörten Wölfe. Doch dann bemerke ich, dass sich das Geschütz von der Standartausrüstung der Fahrzeuge der Ymir befindet. Statt der gewohnten sechs Läufe einer Gatling sehe ich einen einzigen dicken Zylinder ohne Mündung. Irgendetwas an der Spitze leuchtet kurz auf, ich sehe Blut aus den Leibern der Soldaten spritzen, dann gehen sie zu Boden. Kein Knall, kein Mündungsfeuer, aber doch fliegt eine Hülse nach hinten? Das müssen Laserpatronenwaffen sein. Und die benutzt niemand auf der Ymir. Schlagartig wird mir alles klar. Das sind gar keine Ymiriten. Das sind unbekannte Angreifer, die sich als Leute von der Ymir ausgeben. Sie werden den Ruf des Carriers nicht...was war das?
Etwas ist gerade gegen den Container geprallt. Im nächsten Moment sehe ich zwei metallische Klauen, die sich langsam empor quälen. Meine Klinge beginnt zu surren, als die beiden Sägeblätter, aus denen sie besteht, anfangen, zu rotieren. Mit einem Satz bin ich am Rand des Containers und beuge mich herab. Ein Kampfroboter klettert an der Wand empor. Den zwei Klauen, in denen je ein beeindruckend großes Rohr verborgen ist, und dem flachen Panzer auf dem Rücken zu urteilen ist es eine Krabbe, ein Kampfroboter, der von Forschern der Leviathan entwickelt wurde. Eine der Klauen bewegt sich auf mich zu. Sofort lege ich mich flach auf den Boden, strecke die Klinge nach unten und sehe den Funken zu, die aus dem Metall fliegen, als sich meine Waffe mit einem hungrigen Kreischen in den Roboterarm bohrt. Im nächsten Moment fällt die Klaue zu Boden. Gerade rechtzeitig, denn der andere Arm des Roboters hat mich derweil erfasst. Ich kann meinen Kopf gerade rechtzeitig aus der Schussbahn nehmen, und eine Salve Projektile jagt in den Himmel, jedes verursacht einen kurzen Luftzug an meinen Haaren. Sofort reift in mir ein Plan. Mein Hirn will gerade protestieren, aber ich gebe ihm nicht genug Zeit dafür, sondern rolle mich über den Rand des Containers. Es ist eine Punktlandung. Ich lande direkt auf der Sensorscheibe des Roboters. Normalerweise zeigt sie nach vorne und ist sie durch den Panzer nach oben hin abgeschirmt, doch da der Roboter senkrecht steht, zeigen die Sensoren zum Himmel. Nun, da ich auf ihnen stehe, sind sie blockiert. Ich hocke mich hin, hebe die Klinge hoch, dann stoße ich sie mitten in die Scheibe und blende das Ding somit. Zur Sicherheit schlage ich auch noch den zweiten Waffenarm ab. Dann springe ich vom Container. Es wird Zeit, aktiv in den Kampf einzugreifen. Ich nehme die beiden Waffen der gefallenen Leviathan-Soldaten an mich. Naja, eigentlich eine, aber ich nehme die Munition der anderen Waffe auch mit. Sicher ist sicher. Vorsichtig bewege ich mich entlang der Container, stets darauf bedacht, alles zu erschießen, was sich bewegt. Egal, ob es zur Leviathan oder zu den unbekannten Angreifern gehört. Ich werde den Carrier wahrscheinlich sowieso nicht lebend verlassen, also nehme ich möglichst viele Feinde mit, bevor es mich erwischt. Ein Soldat von der Leviathan kommt hinter der Deckung hervor. Ich reiße instinktiv mein Gewhr hoch, und im nächsten Moment erscheint ein roter Fleck auf der Brust meines Gegners, der sogleich durch ein blutiges Loch ersetzt wird. Ich knurre angewidert. Also habe ich eine Laserpatronenwaffe erwischt. Verdammt. Ich konnte diese Geräte nie ausstehen. Sie überhitzen mir zu schnell. Auf einmal fällt mein Blick auf einen silbrigen Gegenstand, der am Gürtel des toten Soldaten befestigt ist. Mit einem Grinsen hebe ich die Armbrust auf. Dann bemerke ich einen Wolf in einiger Ferne, der gerade Infanteristen niederschießt. Der Schütze hat mir den Rücken zugedreht. Perfekt. Ich reiße die Armbrust hoch, ziele kurz und schieße dann. Zu meiner Überraschung zieht der Pfeil ein Seil hinter sich her. Sofort, als er sich ins Fleisch des Ahnungslosen gebohrt hat, aktiviert sich der Rückspulmodus, der normalerweise dazu gedacht ist, den Benutzer zum Beispiel an Wänden emporzuziehen. Da der Enterhaken nun jedoch nur unzureichend Halt gefunden hat, kommt nun die zweite Funktion des Rückspulmechanismus zum Einsatz. Er holt den Haken wieder ein. Mitsamt der Wirbelsäule des Gegners, denn die Greifhaken haben sich offenbar tiefer in sein Fleisch gebohrt, als ich angenommen habe. Sofort lasse ich den Haken los, denn ich möchte nicht sterben, indem ich von einer fremden, abgetrennten Wirbelsäule erschlagen werde. Der Knochen fällt zu Boden. Ich atme erleichtert auf und halte Inne. Es sind keine Kampfgeräusche zu hören, der Angriff wurde also zurückgeschlagen…die Wand aus Feuer kommt völlig überraschend. Sofort weiche ich einen Schritt zurück und schaue mich nach dem Ursprung um. Schnell werde ich fündig. Eine Krabbe steht auf einem der Container, den Panzer hat sie aufgeklappt und somit vier rohre enthüllt. Raketenwerfer. „Keine Bewegung!“, ruft plötzlich jemand und ehe ich mich versehe, bin ich von Soldaten umstellt. Im nächsten Moment hört meine Waffe auf zu surren. Als ich meine Hand anschaue stelle ich fest, dass ich nur noch den Griff in der Hand halte. Der Rest wurde mir wohl von einem Laser weggeschossen. Zwei der Soldaten treten kurz zur Seite und machen Platz für Hiob und Jonathan. Violet folgt ihnen in einigem Abstand. Ich kann sehen, dass Jonathans Augen vor Wut brennen.
„Was zum Teufel sollte das?“, brüllt er mir entgegen, während er sich mit schnellen Schritten auf mich zu bewegt. Ich knacke mit meinen Fingerknöcheln. Wenn er einen Kampf will, soll er ihn kriegen. Aber vorher wird er die Wahrheit erfahren.
„Das waren wir nicht! Niemand von der Ymir benutzt Laserpatronen!“
„Und niemand außer der Ymir besitzt Wölfe!“, erwidert Jonathan. Niemand außer die unzähligen Nomadenstämme, denen wir diese Fahrzeuge ebenfalls verkauft haben. Aber davon sollte niemand etwas wissen. Natürlich! Jetzt macht alles einen Sinn. Einer dieser Nomadenstämme war anscheinend eine Söldnergruppe, die diese Fahrzeuge aufgerüstet hat und sich nun als Ymiriten ausgibt.
„Was eben passiert ist, ist ein Akt grundloser Aggression gegen einen Carrier. Und das während einer Verhandlung. Wir werden unsere Truppen in Alarmbereitschaft versetzen und jeglichen Kontakt mit ihrem Carrier beenden!“, sagt Jonathan, dann dreht er sich um und geht.
Hiob baut sich vor mir auf, ein überlegenes Grinsen umspielt seine Lippen. Sofort wird mir alles klar.
„Du weißt, dass das keine Ymiriten sind, oder?“, flüstere ich entsetzt.
Er nickt.
„Natürlich weiß ich das!“, sagt er, und im nächsten Moment sehe ich in den Lauf einer Waffe.